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Blühstreifen

111 Betriebe legen zusätzliche Blühstreifen an

Ministerin Priska Hinz mit den Verantwortlichen von Imker- und Bauernverband
Ministerin Priska Hinz mit den Verantwortlichen von Imker- und Bauernverband

„Landwirte und Imker spielen eine große Rolle, wenn es darum geht, auch nach der Rapsblüte für ein breites Nahrungsspektrum für Biene, Hummel und Co. zu sorgen“, so Umweltministerin Priska Hinz. „Die in jedem Blühstreifen vorhandene Vielfalt an Insekten und deren emsiges Treiben zeigen, wie wichtig solche Maßnahmen sind“. Dieser Verantwortung wollen sich viele landwirtschaftliche Betriebe auch stellen. Nach Auskunft des Hessischen Bauernverbandes haben sich bereits 111 zusätzliche Betriebe gefunden, die im Rahmen der landesweiten Bienenkampagne Blühstreifen anlegen.

In der Vergangenheit konnten der Anlage von Blühstreifen förderrechtliche Vorgaben entgegenstehen. Im Kern ging es dabei um den Zeitpunkt der Aussaat, nämlich von Mitte April bis Anfang Mai. Genau in dieser Periode sollten landwirtschaftlich ungenutzte Flächen überhaupt nicht maschinell bearbeitet werden, um den Schutz von bodenbrütenden Vögeln sicher zu stellen. Um dieses Problem zu lösen, ist im Frühjahr eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen in Kraft getreten. Jetzt können biodiversitätsfördernde Maßnahmen, also auch Blühstreifen, angrenzend an landwirtschaftliche Kulturen unbürokratisch umgesetzt werden. „Daraus ergibt sich eine große Flexibilität in Verbindung mit dem geringsten Verwaltungsaufwand. Gleichzeitig werden so zahlreiche Kooperationen zwischen Landwirten und Imkern möglich zum Wohle unserer Bestäuber“, informierte die Landwirtschaftsministerin abschließend.

Neben der Landwirtschaft richtet sich die landesweite Bienenkampagne auch an Kommunen, Vereine und jede Bürgerin und jeden Bürger. „Allein seit Beginn der Bienenkampagne haben zahlreiche Imkervereine Anträge für Lottomittel gestellt. Wir konnten bereits rund 22.000 Euro verteilen, mit denen hauptsächlich Saatgut für bienenfreundliche Blühpflanzen gekauft wurde. So darf es gerne weitergehen“, freute sich die Ministerin.