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Bienenfreundliche Gärten

Oasen für Wildbienen, Honigbienen, Schmetterlinge und andere bestäubende Insekten

Kräuter sind Bienenweiden © Hessen Agentur_Paavo Blåfield
Kräuter sind Bienenweiden © Hessen Agentur_Paavo Blåfield

Naturnah gestaltete Gärten mit insektenfreundlichen Blumen wie Winterling, Schneeglöckchen und Glockenblumen, duftendem Rosmarin, Thymian und anderen heimischen Kräutern, blühenden Bäumen wie Schlehe oder Berberitze tun nicht nur uns Menschen gut, indem wir Blick und Duft genießen. Sie sind auch eine Oase für Wildbienen, Honigbienen, Schmetterlinge und andere bestäubende Insekten, denn sie bieten ihnen dringend benötigte Nahrung und Lebensraum.

Auch Balkone können zu wahren Insektenweiden werden: Balkonkästen mit beispielsweise blühenden Primeln und Wandelröschen, Salbei und Minze, ein Kübel mit einer kletternden Prunkwinde oder einem niedrig wachsenden Apfelbaum und blühender Unterpflanzung ziehen Bienen, Schmetterlinge und Co wie Magnete an und bieten dazu die Gelegenheit, sie bei ihrem Flug von Blüte zu Blüte zu beobachten.

Solche bunt blühenden naturnahen Gärten und Balkone können viel dazu beitragen, dass Insekten ausreichend Nahrung und gute Lebensbedingungen finden und so einen bedeutenden Beitrag gegen das Bienen- und Insektensterben und für die Erhaltung der Biologische Vielfalt in Hessen leisten.

Was Bienen brauchen: Nahrung und Nistplatz

Die Honigbiene, Wildbiene und andere blütenbesuchende Insekten sind dringend auf Nahrung angewiesen. Besonders vor und nach der Obst- und Rapsblüte im Frühjahr und Sommer wird die Nahrung knapp für sie. Wildbienen benötigen darüber hinaus einen geeigneten Nistplatz für die Brutpflege – oberirdisch oder im Boden – und Material für den Nestbau wie Lehm, Sand oder Pflanzenteile. Da Wildbienen nur wenige hundert Meter weit fliegen, benötigen sie die Nahrungsquellen, Nistplatz und Nistmaterial zudem in Nachbarschaft. Das lässt sich machen!

10 Tipps für insektenfreundliche Gärten und Balkone

1. Heimische Pflanzen helfen!

Bevorzugen Sie heimische und insektenfreundliche Blütenpflanzen im Garten und auf dem Balkon. Damit bieten Sie Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen eine Nahrungsgrundlage. Auch kleine Flächen von zwei bis drei Quadratmetern oder Balkonkästen und Kübel helfen den Insekten.

 

2. Ungefüllte Blüten bieten Nahrung!

Fragen Sie nach ungefüllt blühenden Pflanzen. Gefüllte Blüten bieten den Insekten keinen Nektar und Pollen.

 

3. Weniger ist mehr!

Mähen Sie Ihren Rasen seltener, dann kommen Klee und andere Pflanzen mehr zur Blüte. Auch kleine, nur zweimal im Jahr gemähte Bereiche im Garten, auf denen eine „Wieseninsel“ entsteht oder Wildblumensaatgut in offenen Bereichen des Rasens bieten Nahrung für die Insekten.

 

4. Nahrung und Nistplatz schaffen!

Kombinieren Sie Blühpflanzen mit geeigneten Nistmöglichkeiten: Zum Beispiel können ein kleiner Sandhaufen, locker mit Pflanzen für magere und trockene Standorte bewachsen, oder eine nicht mehr benutzte Sandkiste von erdnistende Wildbienen genutzt werden. Wenn Sie eine Holzscheibe mit Bohrungen, mindestens 10 cm lange gebündelte Schilfhalme oder Bambusröhrchen aufhängen, bieten Sie oberirdisch nistenden Arten Platz. Auch der Balkon eignet sich hierfür.

 

5. Keine Pestizide!

Verzichten Sie auf chemische Pflanzenschutzmittel, die Bienen und anderen Insekten schaden können. Greifen Sie auf biologische Maßnahmen zurück.

 

6. Wildnis zulassen!

Überlassen Sie eine Ecke des Gartens oder einen Blumentopf auf dem Balkon ganz der Natur und entfernen Sie z.B. Brennnesseln nicht vollständig. Viele Raupen sind auf sie als Nahrung angewiesen. Dann können Sie zudem beobachten, wie sich die Natur in Ihrer „wilden Ecke“ entwickelt.

 

7. Welkes schafft Winterquartiere!

Ein wenig Unordnung tut der Biologischen Vielfalt gut: Schichten Sie gesundes Laub und Reisig im Herbst zu Haufen und lassen Sie verblühte Stängel bis zum Frühjahr stehen. Sie sind ein beliebtes Winterquartier für viele Insektenarten und Igel, dienen aber auch Vögeln als Lebens- und Nahrungsraum. Auch auf dem Balkon bieten Reisig und verblühte Stängel im Kasten oder Topf einen Rückzugsort für Insekten.

 

8. Kein Torf!

Nutzen Sie torffreie Blumenerde. Dadurch schützen Sie Moore – ein großer CO2-Speicher und ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen und Tieren.

 

9. Grün aufs Dach!

Begrünen Sie geeignete Flachdächer, egal ob vom Geräteschuppen oder Carport, mit insektenfreundlichen heimischen Pflanzen.

 

10. Tu Gutes und sprich darüber!

Helfen Sie durch Ihr Engagement mit bei der Aktion „Hessen blüht“, einer Kampagne des Hessischen Umweltministeriums und motivieren Sie Freunde und Kollegen auch mitzumachen.

Pflanzlisten, Pflanztipps: Alles für die Umsetzung zuhause

 

Pflanzlisten

Stadt Herten:

Praxisbeispiel bienenfreundlicher Garten

Netzwerk Blühende Landschaft:
Der blühende Balkon
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Wildpflanzen für den Balkon
Zum PDF

Blühende Stauden
Zum PDF

Blühende Sträucher, Hecken und Gehölze
Zum PDF

Initiative Deutschland summt:
Zur Webseite

Initiative Frankfurt summt:
Blühende Pflanzen
Zum PDF

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft:
Bienen-App und Broschüre „Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten“
Zur Webseite

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Zur Webseite

Blühkalender

Initiative Frankfurt summt:
Zur Webseite


Tipps und Informationen für Garten und Balkon

Netzwerk Blühende Landschaft:
Zur Webseite

Initiative Deutschland summt:
www.deutschland-summt.de/tipps-tricks.html

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Flyer „Hessen blüht“
Zur Webseite


Gärtnern ohne Pestizide

Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)
Zur Webseite

Nisthilfen für Insekten

Netzwerk Blühende Landschaft:
Nistplätze für Wildbienen
Zur Webseite

Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)
Broschüre „Wildbienen schützen“
Zum PDF

Naturschutzbund Deutschland (NABU):
Zur Webseite

Internetseite wildbiene.com
Zur Webseite

Internetseite wildbienen.de
Zur Webseite


Dach- und Fassadenbegrünung

Freie und Hansestadt Hamburg:
Broschüre „Mehr Gründächer für Hamburg“
Zum PDF

Broschüre „Grüne Vielfalt im Wohnquartier“ (Fassadenbegrünung u.a.)
Zum PDF